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Aktuelles & Projekte

Giersch – aufessen statt bekämpfen!

Wiesendudler

Giersch-Maultaschen

Giersch wird auch von überzeugten Naturgärtnern als Unkraut bezeichnet. Überall, wo der Boden nährstoffreich ist, wächst er ungebremst. Hacken führt nur dazu, dass die Wurzelstücke neue Pflanzen bilden. Auch Ausreißen hilft da nichts, aber „Aufessen“ ist eine Möglichkeit.

Giersch vereint alles, was sich ein Gärtner wünscht: er braucht keine Pflege, wächst in Mengen vom Frühling bis in den Herbst und lässt sich durchgehend ernten. Er schmeckt ähnlich wie Petersilie und lässt sich auch genauso verwenden.
Giersch war früher ein viel verwendetes Wildgemüse, lange bevor Spinat im 16. Jahr-hundert aus Asien eingeführt wurde.

Giersch nutzte man nicht nur als Gemüse, sondern auch als Heilkraut. Das sogenannte „Zipperleinkraut“ wurde im Mittelalter als Heilmittel gegen Gicht und Rheuma eingesetzt. Ein Umschlag aus gequetschten Blättern linderte die schmerzhaften Beschwerden und ein Tee aus Blättern und Wurzeln unterstützte durch seine leicht harntreibende Wirkung den Heilungsprozess.

Aus Giersch lässt sich ein sommerliches Erfrischungsgetränk zubereiten, das sogar Cola-verwöhnte Kinder gerne trinken: den Wiesendudler

Bärlauch – und er riecht doch!

Bärlauch-Pesto

Bärlauch-Suppe

Bärlauch-Aufstrich

Pfarrer Künzle (1857-1945) verehrte ihn als „eine der stärksten und gewaltigsten Medizinen in des Herrgotts Apotheke“. Nach ihm sollten „ewig Kränkelnde, Skrophulöse und Bleichsüchtige, die aussehen, wie wenn sie schon im Grabe gelegen und von den Hennen wieder hervorgescharrt worden wären, den Bärlauch verehren wie Gold, denn sie werden nach seinem Genuss aufblühen wie ein Rosenspalier oder aufgehen wie Tannenzapfen in der Sonne … “

Wegen des starken Geruchs wurde Bärlauch schon im Mittelalter als „vertreibende Kraft“ genutzt, insbesondere gegen Vampire und andere Blutsauger. Wer einen Dieb im Traum sehen will, binde vor dem Schlafengehen Bärlauch und Brot an seinen linken Arm. Dann wird ihm der Dieb im Traum erscheinen.

Es sind die ätherischen Öle, die aus Schwefelverbindungen bestehen und den typischen Geruch ausmachen. Dem Bärlauch wird nachgesagt, dass er den Stoffwechsel und die Verdauung fördert. Er unterstützt die Blutzirkulation und lässt Stoffwechselabfall-produkte besser abtransportieren und ist somit ideal für eine Frühjahrskur.

Bärlauch gedeiht prächtig im Garten, wenn er unter eine Hecke gepflanzt wird. Die Samenkörnchen des Bärlauchs haben kleine Anhängsel, die für Ameisen ein Leckerbissen sind. Sie schleppen die Körnchen zu ihren Burgen und auf diese Weise erobert der Bärlauch ganz schnell neue Standorte.

Achtung – zum Verwechseln ähnlich!
Bärlauch kann mit Maiglöckchen und Herbstzeitlosen verwechselt werden.
Bärlauchblätter sind lang gestielt und stehen einzeln. Maiglöckchenblätter beginnen fast unmittelbar über dem Erdboden und umschließen den Blütenschaft.
Die Herbstzeitlose hat mehrere, meist drei eher tulpenartige Blätter an einem Stängel, sie sind vorne stumpf.
Man erkennt Bärlauchblätter zwar gut am Knoblauchgeruch, aber sobald Sie mehrere Blätter gepflückt haben, riechen auch die Hände nach Knoblauch. Wichtig ist es daher, dass Sie beim Sammeln genau hinschauen und die Blätter einzeln pflücken und nicht büschelweise schneiden.

Bärlauch schmeckt einfach gut und lockt hinaus ins Freie zum Sammeln. Und außerdem ist er ein leckeres Wildgemüse, aus dem sich so allerlei zaubern lässt.

Lehrfahrt zur EM Chiemgau und Lebensfeld Jaksch

27. JUNI 2020 • ABFAHRT 7:30 UHR • RATHAUS HERRSCHING • RÜCKKEHR GEGEN 19:00 UHR

Der diesjährige Ausflug des Gartenbauvereins führt uns zunächst zu
EM-Chiemgau. Das Unternehmen produziert seit vielen Jahren EM-Produkte für
verschiedenste Bereiche. Ein Vortrag, eine Betriebsbesichtigung, Workshops und
der Schaugarten bringen uns dem Thema EM näher. www.em-chiemgau.de

Gestärkt durch ein Mittagessen in Bio-Qualität bei EM-Chiemgau fahren wir weiter
zum Gemeinschafts-Gemüsefeld-Lernprojekt Lebensfeld Jaksch. In einer
Führung erfahren wir alles über die einzigartige Wirtschaftsweise und das
neuartige Betriebssystem. Unter anderem werden die verschiedenen
Anbauweisen erklärt: Das übliche Bio-Ackerbausystem und der Bio-Anbau auf
Terra-Preta-Hügeln und natürlich, wie sich die Lebensfeld-Teilnehmer ohne
eigenen Grund und Boden selbst mit gesunden Lebensmitteln (Gemüse und Obst)
versorgen können. www.lebensfeld-jaksch.de

Anmeldung und Fragen unter 08152-3961665 oder
natalie.stahl@gartenbauverein-herrsching.de
Teilnahmegebühr für Mitglieder: 25 € zzgl. Mittagessen
Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder: 35 € zzgl. Mittagessen

Fachvortrag zum Thema „Mit EM durchs Garten-Jahr“

am 27. MÄRZ 2020 • 19 UHR • HOTEL SEEHOF / GARTENSAAL

Abgesagt, wird auf Mitte/Ende Mai verschoben

Referent: Rainer Steidle, Gärtnermeister aus Attel bei Wasserburg, setzt seit vielen Jahren auf
EM und Pflanzen-Homöopathie im gewerblichen Bereich und berichtet aus seinem
großen Erfahrungsschatz.

Effektive Mikroorganismen (EM) haben viele positive Eigenschaften und
werden im Pflanzenbau seit Jahren erfolgreich eingesetzt.
Die Anwendung von EM aktiviert und unterstützt die Bodenbiologie enorm und in
Kombination mit Pflanzenkohle, Organik und Mineralien kann die Pflanzen- und
Bodengesundheit langfristig aufgebaut werden. EM sind einfach und vielseitig in der
Anwendung, überzeugend in der Wirkung und die ideale Hilfe für unsere Umwelt.

Sie haben weitergehendes Interesse am Thema EM? Unser Jahresausflug führt uns
am 27. Juni 2020 zu EM-Chiemgau und dem Projekt Lebensfeld Jaksch.

Gartenzertifizierung „Bayern blüht – Naturgarten“

Haben Sie bereits einen Naturgarten, naturnahen Garten oder einen vielfältig belebten Garten?
Wie Sie auch Ihren Garten bezeichnen, setzen Sie mit der Gartenplakette ein sichtbares Zeichen
für die nachhaltige und ökologische Bewirtschaftung und vielfältige Gestaltung.
Wenn Ihr Garten die Kriterien für Ökologie und Biodiversität erfüllt, dann sind Sie mit dabei!
Frau Natalie Stahl, die sich bereits zur Naturgartenzertifiziererin weitergebildet hat, berichtet über die gestellten Kriterien und beantwortet Ihre Fragen dazu.
am Freitag, den 7. Februar 2020 um 19:00 Uhr
im Gartensaal des Hotel Seehof, Seestraße 58, Herrsching

Anmeldung zur Naturgartenzertifizierung

Weidenflechtkurs

Wir flechten Staudenstützen unter fachkundiger Anleitung der
Korbflechterin Susanne Achtzehner. Lernen Sie das alte
Korbflechtereihandwerk kennen und gestalten Sie Ihr ganz
individuelles, umweltfreundliches Flechtstück.

Höchstteilnehmerzahl: 10 Personen
Kursbeitrag: ca. 45 € inkl. Material
Dauer: ca. 3-4 Stunden
20. FEBRUAR 2020 • 18 UHR • BAHNHOFSTRASSE 23 • HERRSCHING

und am

23. April 2020 • 18 UHR • BAHNHOFSTRASSE 23 • HERRSCHING
Teilnahme nach Anmeldung unter 08152-3961665 / Natalie Stahl

Jahreshauptversammlung 2020

am Freitag, den 7. Februar 2020 um 18:00 Uhr
im Gartensaal des Hotel Seehof, Seestraße 58, Herrsching

Fokusthema: Gartenzertifizierung „Bayern blüht – Naturgarten“

Haben Sie bereits einen Naturgarten, naturnahen Garten oder einen vielfältig belebten Garten? Wie Sie auch Ihren Garten bezeichnen, setzen Sie mit der Gartenplakette ein sichtbares Zeichen für die nachhaltige und ökologische Bewirtschaftung und vielfältige Gestaltung.

Wenn Ihr Garten die Kriterien für Ökologie und Biodiversität erfüllt, dann sind Sie mit dabei!

Frau Natalie Stahl, die sich bereits zur Naturgartenzertifiziererin weitergebildet hat, berichtet über die gestellten Kriterien und beantwortet Ihre Fragen dazu.

Frohe Weihnachten 2019!

Wir wünschen Ihnen und Ihren liebsten freue Weihnachten und guten Start ins neue Gartenjahr!

 

Stammtisch

Jeden ersten Dienstag im Monat,
um 19:00 Uhr im Andechser Hof.

Jahresprogramm 2020

Hier finden Sie eine Übersicht über alle Termine für unsere Mitglieder.

Jahresprogramm 2020